28. September 2026 // Allgemein

Warum Pressearbeit für B2B wichtig ist

PR – insbesondere die Pressearbeit – erleben zurzeit im Rahmen von GEO (Generative Engine Optimization) ein Revival. Ich erkläre Ihnen die Hintergründe.

Anfang der 2000er war Pressearbeit ein Must-have für B2B-Firmen. Ein guter Kontakt zu Vertreter*innen der Fachpresse brachte Sichtbarkeit in Magazinen. Und die waren wiederum eine wichtige Informationsquelle für potenzielle Neukunden. Ich selbst startete als Pressesprecherin in mein Berufsleben. An Arbeit mangelte es nicht. Die deutsche Medienlandschaft war reichhaltig, die Presse wiederum dankbar für hochwertigen Content. Es war ein Geben und Nehmen, eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Doch dann verlor die klassische Pressearbeit Stück für Stück an Bedeutung.

Pressearbeit abgeschrieben

Ich war inzwischen selbständig und merkte: Nur wenige Unternehmen sind noch an meiner PR-Expertise interessiert. Alle beschränkten sich darauf, ihre eigenen Kanäle (Owned Media) mit Inhalten zu füttern, also z. B. den Firmenkanal bei LinkedIn, eigene Blogs und natürlich die eigene Webseite. Diese eigenen Kanäle wurden zunehmend auch für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wichtig. Das neue Credo: Wer liest schon noch Fachmedien? Gegoogelt wird! Und so verlagerte sich mein Tätigkeitsschwerpunkt von Jahr zu Jahr mehr in Richtung Marketing. Für aufwändige Pressearbeit wollte gerade der Mittelstand kaum noch Geld ausgeben.

KI-Systeme geben Pressearbeit einen neuen Sinn

Doch seit rund einem Jahr weht ein anderer Wind. SEO steht seit dem Aufkommen generativer KI bzw. neuer KI-gestützter Suchsysteme immer mehr auf dem Abstellgleis. Und damit bekommt SEO Konkurrenz durch eine neue Disziplin im Marketing: GEO, die Optimierung der Sichtbarkeit in generativen Suchsystemen wie ChatGPT oder Perplexity. Anstatt Antworten „zu googeln“, stellen Suchende ihre Fragen nun direkt an KI-Systeme. Die Folge: Wer in den Antworten der KI nicht erwähnt oder als Quelle zitiert wird, fällt durchs Suchraster.

Woher beziehen die KI-Systeme nun diese Infos? Hier spielen die GEO-optimierten Inhalte auf der Webseite des Unternehmens eine Rolle. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Hebel sind jedoch unabhängige Online-Fachportale und Fachmagazine. Und plötzlich ist Pressearbeit wieder im Rennen.

Denn in die Online-Fachmagazine kommt man nicht „einfach so“. Back to the roots ist angesagt: Die aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen der Leserschaft erkennen – und zwar für jedes einzelne Medium, das die Zielgruppe des Unternehmens erreicht –, mit den Themenschwerpunkten des Mediums abgleichen, hochwertigen Content anbieten.

Ich persönlich freue mich sehr darüber, dass die Pressearbeit wieder gefragt ist. Ich habe sie vermisst!

PS: Berichterstattung durch unabhängige Medien lässt sich nicht einfach kaufen oder selbst veröffentlichen. Man muss sie sich durch relevante Themen, interessante Informationen und glaubwürdige Inhalte verdienen. Mit Wischiwaschi-Inhalten, die für Online-Presseportale funktionieren, kommt man dort nicht weit.

… ach ja: Obwohl in diesem Text Gedankenstriche vorkommen, habe ich den Text selbst konzipiert und geschrieben. Das ging nämlich viel schneller als mit der KI, die man erstmal ordentlich prompten muss, damit sie sinnvollen Content produziert.

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Sie suchen für Ihr B2B-Unternehmen einen Freelancer für Pressearbeit? Ich freue mich auf den Austausch!